Ich lief diesen schneckenförmig gedrehten Schotterweg nach oben und betrachtete die eigenartige Anordnung von Steinen, Pflanzen und Bäumen um mich herum. Zwischen unzähligen Zypressen lagen große, pechschwarze Steine, die wie die Lavabrocken aus meinem letzten Traum aussahen. Auf der letzten Biegung in Richtung der Türme nahm ich auf einem der Findlinge Platz. Der Stein strahlte eine angenehme, menschenkörperähnliche Temperatur aus. Kurz darauf berührte mich etwas an meiner Schulter, doch ich reagierte nur langsam. Müde drehte ich den Kopf zur Seite und sah Anna neben mir stehen. Ich wusste nichts zu sagen, ich blickte in ihre Augen und hatte kein Bedürfnis zu sprechen. Ich hatte nicht das Gefühl, das wir die letzten Stunden getrennt verbracht hatten. Sie trug ein sehr kunstvolles, leichtes Gewand aus Leinen. Im Gegensatz zu meiner ersten Begegnung mit ihr hatte sich ihre Erscheinung sehr gewandelt. Ein leichter Wind trug ihr Kleid gegen meinen Unterarm, das Kitzeln erreichte mich kaum. Ich versuchte meinen Körper zu fühlen, versuchte mir in einer Art Schnellverfahren klar zu machen, dass ich wach war. »Dieser Garten ist außergewöhnlich«, war schließlich von mir zu hören. Es klang für mich, als ob eine dritte Person anwesend wäre, als ob jemand anderes das gesagt hätte oder mich nur als Resonanzkörper verwendet hätte. »Ja, tatsächlich«, flüsterte Anna, und fügte nach einer kurzen Pause lächelnd hinzu: »Krishnas ganzer Stolz.« Anna bot mir etwas zu trinken an. Ich erhob mich und folgte ihrem langsamen, schwebenden Gang. Sie lief den Schotterweg weiter nach oben, bis er vor dem Eingang des kleineren Turmes auslief. Eine automatische Schiebetür öffnete sich und wir betraten das Bauwerk.