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Der Ritter
der unendlichen Leere
bedroht Tracy Train

»Komm doch mal runter und schau dir dieses Ding an!«, rief mein Vater.
Ich begutachtete zunächst meine Füße, sie waren völlig unversehrt geblieben, was wirklich einem Wunder nahe kam.
»Kannst du dich an diesen vollgedröhnten Typen erinnern, der hier bei der vorletzten Veranstaltung barfuß bis zum Ende auf dem Gelände rumgerannt ist?«, rief ich meinem Vater zu.
»Natürlich!«, rief er zurück.
Ich lief die Treppe runter und hob den Blick in Richtung Osten, um mir in Erinnerung zu rufen, wie dieser Irre dort hinten die gesamte Startbahn entlanglief. Er hatte sich dermaßen heiser geschrien, dass irgendwann nur noch ein Quietschlaut aus ihm rausgekommen war. Die ehemalige Startbahn für die Militärflugzeuge war vier Kilometer lang. Er rannte die ganze Strecke mit ausgebreiteten Armen entlang, kehrte zu unserem Grundstück zurück, lief die gesamte Schräge des Dammes ab und begann trotz seiner blutenden Füße immer wieder eine neue Runde. Irgendwann war er hinten auf der Landebahn hingefallen und dort eingeschlafen. Während ich mir das alles ins Gedächtnis zurückrief, fiel mir auch ein, dass meine Mutter zusammen mit Busymike seine Füße verarztet hatte. Mittlerweile hatte ich den Hof erreicht, mein Vater winkte mir hektisch zu.
»Diese Schaltung … schau dir das an, Tracy!«
»Papa, dieser Typ, was hat der noch mal die ganze Zeit gebrüllt, während der hier die Runden gedreht hat? Ich habe es vergessen.«
Er nahm den Kopf aus dem Kasten und blickte zu mir hoch.
»Zeitenwende«, sagte er gedankenverloren, bevor sein Kopf wieder in dem Kasten verschwand. Mir fiel erst jetzt auf, dass das Ding in einem relativ guten Zustand war, ich hatte die gleichen Vorurteile im Kopf wie meine Mutter.
Ich wollte eigentlich zum Wohnwagen abdrehen, mir fiel jedoch ein, dass im Haus noch Post für mich liegen musste.

Ich nahm meine Post aus dem Regal. Mir fiel ein Dokument auf, das mitten auf dem Tisch lag. Ich erkannte das Logo einer Hausverwaltung in der Innenstadt. Bei dem Papier handelte es sich um einen Arbeitsvertrag, ich entdeckte den Namen meines Vaters und die Beschreibung der Stelle: einer Hausmeistertätigkeit inklusive einer kleinen Wohnung. Als ich die Spalte mit der Entlohnung entdeckte, bekam ich fast ein Lachanfall. Das Dokument war noch nicht unterschrieben. Einer der endlosen Versuche meiner Mutter, den Platz endgültig dicht zu machen. Wie stellte sie sich das vor? Mit einem derartigen Lohn die Schulden abtragen?

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