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Der Ritter
der unendlichen Leere
bedroht Tracy Train

Als ich meine Pinnwand erreicht hatte, durchwühlte ich das Dickicht aus Notizen und fand den Zettel schließlich. Ich hatte eine Tabelle mit 100 Zellen gezeichnet. 37 Felder waren ausgefüllt, ich hatte sie allesamt mit einem Pluszeichen versehen. Ein Pluszeichen stand dafür, dass der Ritter der unendlichen Leere in einem Traum aufgetaucht war. Ich kramte auf dem Schreibtisch nach einem Stift und kritzelte Pluszeichen Nr. 38 in die Tabelle, bevor ich den Zettel in die Zähne klemmte. 38 Träume in Serie. Und zusätzlich noch diese Sache mit den Brandgerüchen: Dieser wahrhaftige Eindruck, dass ich oftmals etwas gerochen hatte, was andere nicht riechen konnten. Wie schon einige Male zuvor geriet ich in Detektivinnenlaune: Ich musste diesen Angelegenheiten in eigener Sache schnellstens auf den Grund gehen. Ich suchte den Wohnwagen nach ein paar brauchbaren Kleidungsstücken ab und griff schließlich zu meinem geliebten beigen Trenchcoat. Ich verstaute den Zettel mit der Statistik in der Seitentasche des Mantels. Im Anschluss beschloss ich, Googol ausfindig zu machen, der Anrufbeantworter konnte warten. Die Liste musste sich vor dem Wohnwagen in der Nähe des Campingstuhls befinden.

Ich schaltete meine Espressomaschine an und betrachtete mein Gesicht auf dem verchromten Blech der Tassenablage. Meine Haare band ich mit einem Dichtungsgummi zusammen. Ich war in diesem Moment heilfroh, dass ich keinen richtigen Spiegel hatte, in dem ich alles genau erkennen hätte können. Schon in dieser Unschärfe sah ich grausam aus. Ich wusch mir die Augen mit ein paar Spritzern aus dem Trinkwasserkanister und befestigte eine Strähne mit einer Haarklammer, anschließend nahm ich auf meinem Campingstuhl Platz. Mein Schulterblatt meldete sich mit einem Schmerz der sich anfühlte, als ob mich dort eine Hornisse erwischt hätte. Ich schrie so laut ich konnte und hob drohend die Faust in Richtung Tankstelle. Danach schloss die Augen und konzentrierte mich, mir fiel der erste Punkt auf Googol wahrhaftig nicht mehr ein. Die Metallschachtel, in der Googol steckte, stand direkt in der Mitte meines Campingtisches, unmittelbar neben der Napoleonbiografie, die ich gerade las. Ich öffnete die Schachtel und nahm die Papierrolle heraus.

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