Der Unterarm passte sich genau im richtigen Moment als Stütze zwischen seinem Oberschenkel und Kinn ein, bevor sein Kopf auf der Innenseite seiner Handfläche landete. Von diesem Zeitpunkt an spielte sich bei Frank fast alles in seinen Augenhöhlen ab. Seine großen, schwärzlichen Augen mit ihren halb geöffneten Lidern übernahmen die Hauptrolle.
»H… Haste schlecht g… geschlafen, oder was?«
»Ich hab im Spiegelschrank daneben gegriffen und die Antibabypille mit den Amphetaminen verwechselt, Frank«, sagte ich, flatterte mit den Augenlidern und stellte den Kragen des Trenchcoats aufrecht, »Aber egal, weder Verhütung noch Amphetamine können jemals ein Thema für dich gewesen sein. Mach mir bitte die Rechnung Säule sieben, meine Zeit ist nämlich knapp«, fuhr ich fort, während ich ergänzend einen überheblichen Blick auf die Chronometer-Attrappe an meinem Handgelenk warf und mit meinen Fingerkuppen einen Wirbel auf die Thekenfläche trommelte. In Franks Augen ließ sich deutlich ablesen, dass ich ihn erfolgreich gereizt hatte. Er und keine Ahnung von Aufputschmitteln, das konnte er nicht lange auf sich sitzen lassen: Ich wartete gespannt auf seinen Beitrag als Aufklärer.
»Tss, M… Mädchen. Hast k… keine Ahnung. A… Amphetamine und so, ham wir bei den Fallschirmübungen in den Fliegern auch gekriecht«, erläuterte er mit angehobenen Augenbrauen, ganz in Expertenlaune.
»Spitze, Frank. Dann wärst du beim Absprung ins Flagfeuer ja wenigstens hellwach gewesen, wenn sie euch eingesetzt hätten«, stichelte ich. Das ging jetzt ein bisschen zu weit, Frank löste sich aus seiner Starre und klappte sogar einen Zeigefinger aus.
»M… mach d… dich ma nich lustig über uns! Hätten w… wir uns nich mit´n Nazis a… angelegt, würd´ste hier nich so Witzchen machen!«, zischte er, während seine Hand wie ein Schmetterling durch die Luft wirbelte.
»Frank, lass bitte die Nazis im Schrank und mach mir mal die Rechnung Säule sieben.«